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    Kernschmelze in Reaktor 2

    Die Lage am havarierten japanischen Kernkraftwerk Fukushima 1 etwa 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio ist nach wie vor sehr ernst.

    Kernschmelze in Reaktor 2

    So erklärte Regierungssprecher Yukio Edano am Montagmorgen Ortszeit vor der Presse, dass die Regierung davon ausgeht, dass in Reaktorblock 2 zwar eine Kernschmelze begonnen hat, diese aber nicht weiter voranschreite. Basis für diese Annahme ist stark radioaktiv verseuchtes Wasser, das bereits am Sonntag aus dem Keller des Turbinengebäudes von Reaktorblock 2 gemeldet worden war. Mit Werten von mehr als 1.000 Millisievert pro Stunde liegt die Belastung um das 100.000fache über den Normalwerten. Nach Aussagen der Internationalen Atomenergieagentur IAEA handelt es sich dabei vermutlich um Wasser, „das im Reaktorbehälter mit teilweise geschmolzenen Brennstäben in Kontakt gekommen ist." Bisher soll aber laut Betreiberfirma Tepco von diesem Wasser noch nichts direkt ins Meer geflossen sein. Schon am vergangenen Donnerstag wurden drei Arbeiter verletzt, als sie ungenügend geschützt in die hochradioaktive Brühe stiegen um Reparaturen durchzuführen. Sie erlitten Verbrennungen an den Füßen und Strahlenschäden. Insgesamt 19 Arbeiter, so meldet Tepco, haben inzwischen die Strahlendosis von 100 Millisievert bereits überschritten. Diese galt zuvor als zulässiger Jahresgrenzwert für Arbeiter in einem Atomkraftwerk. Aus Angst vor radioaktiver Strahlung hat Japans Regierung mittlerweile die Wasseraufbereitungsanlagen im ganzen Land angewiesen, kein Oberflächenwasser mehr zur Trinkwasserproduktion zu benutzen - allerdings nur so lange, wie die geregelte Wasserversorgung über Grundwasser und andere Quellen sicher gestellt werden kann. Unterdessen hat sich in der Fukushima-Region erneut ein heftiges Erdbeben ereignet. Wie das U.S. Geological Survey (USGS) in Denver mitteilte, besaß der Erdstoß um 07:23 Uhr Ortszeit eine Magnitude von 6,1. Das Zentrum des Bebens lag gut 109 Kilometer östlich der Millionenstadt Sendai auf der Insel Honshu. Berichte über neue Opfer oder Sachschäden gab es zunächst nicht. Bei dem verheerenden Erdbeben vom 11. März mit der Stärke 9,0 und dem nachfolgenden Tsunami starben nach Behördenangaben bis zu 27.000 Menschen - alle Vermissten eingerechnet.

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