Stark erhöhte Strahlung in Fukushima

Die Arbeiten am havarierten japanischen Kernkraftwerk (KKW) Fukushima 1 etwa 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio mussten aufgrund stark erhöhter Strahlung unterbrochen werden.

Stark erhöhte Strahlung in Fukushima

Medienberichten zufolge sollen im und um den Reaktorblock 2 bis zu 500 Millisievert pro Stunde festgestellt worden sein. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es eine natürliche Strahlenbelastung von rund 2,4 Millisievert - pro Jahr. Doch es gibt auch positive Meldungen. So konnten alle sechs Reaktorblöcke mittlerweile wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. Damit ist die Grundvoraussetzung geschaffen, die regulären Kühlsysteme wieder zu aktivieren. Ob, und wann das möglich sein wird ist allerdings noch unklar. So lange wird das KKW weiter mit Wasserwerfern besprüht um eine Kernschmelze zu verhindern. Erste radioaktive Partikel, die aus dem Atomunfall in Japan stammen sollen nach Angaben von Behörden heute Deutschland erreichen. Es bestehen allerdings keinerlei Gesundheitsgefahren für den Menschen. Dazu der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König: „Nach jetzigem Kenntnisstand sind aufgrund der weiten Entfernung zu Japan nur sehr geringe Belastungen im Spurenbereich für Deutschland zu erwarten." Unterdessen steigen die Opferzahlen nach dem Erdbeben der Magnitude 9,0 und dem Tsunami immer weiter an. Mittlerweile sind 9.200 Tote offiziell bestätigt, rund 14.000 Menschen werden zurzeit noch vermisst. Zudem gab es weitere heftige Erdstöße im Raum Japan. Das letzte größere Beben hatte eine Stärke von 5,7 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum des Naturereignisses lag nach Erkenntnissen des U.S. Geological Survey in Denver 20 Kilometer nordwestlich der Stadt Iwaki auf der Insel Honshu. Berichte über neue Opfer oder größere Sachschäden gab es zunächst nicht.

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