Japan: Kernschmelze in zwei Reaktoren?

Ein schweres Seebeben mit einer Stärke von 8,9 und ein nachfolgender, gewaltiger Tsunami haben in Japan für viele Tote und gewaltige Sachschäden gesorgt. Das ganze Ausmaß der Naturkatastrophe ist jedoch zurzeit noch nicht absehbar.

Japan: Kernschmelze in zwei Reaktoren?

Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami mit wahrscheinlich über 10.000 Toten und hunderten von Verletzten wächst in Japan die Angst vor einer Atomkatastrophe immer mehr. Sorgen bereitet vor allem die Situation in den Kernkraftwerken Fukushima 1 und 2 etwa 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio, wo nach Medienberichten bei sechs von zehn Reaktoren das Kühlsystem ausgefallen ist. Zumindest in zwei Reaktoren von Fukushima 1 hat nach Ansicht vieler Experten bereits eine Kernschmelze begonnen - oder sie ist schon in vollem Gange. Gestern hatte es eine gewaltige Explosion in Fukushima 1 gegeben. Dabei ist der Betonmantel des Reaktorgebäudes 1 zerstört worden. Das Stahlgerüst, das den Reaktor umgibt, soll aber noch intakt sein und nach Behördenangaben ist auch keine radioaktive Wolke ausgetreten. Rund um die Atomanlage wurde jedoch eine deutlich erhöhte Strahlenbelastung gemessen. Eine ähnliche Explosion könnte sich dem Kraftwerksbetreiber TEPCO zufolge vielleicht schon bald auch im Reaktorgebäude 3 ereignen, da sich dort unter Umständen große Mengen an Wasserstoff angesammelt haben. Zur Kühlung der Anlagen wird mittlerweile mit Bor versetztes Meerwasser eingesetzt. Die Evakuierungsmaßnahmen in der Region um die Kernkraftwerke Fukushima 1 und 2 wurden mittlerweile deutlich ausgeweitet. Rund 200.000 Menschen haben bis jetzt die unmittelbare Gefahrenzone im Umkreis von 20 (Fukushima 1) beziehungsweise zehn Kilometern (Fukushima 2) verlassen. Zudem wollen die japanischen Behörden nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Kürze mit dem Verteilen von Jod in der Region Fukushima beginnen. Jod mildert die Aufnahme radioaktiver Strahlung deutlich. Unterdessen sind in Japan die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen für die von der Naturkatastrophe betroffenen Menschen angelaufen. Sie werden aber durch Nachbeben und die fast völlig zerstörte Infrastruktur - vor allem an der Nordostküste Japans - behindert. Auch deutsche Teams sind bereits auf dem Weg in das Krisengebiet, unter anderem um nach Verschütteten bzw. Vermissten zu suchen. In den meisten anderen Pazifik-Anrainer-Staaten hatte der Tsunami deutlich geringere Auswirkungen als zuvor befürchtet. Die Wellen waren fast überall deutlich niedriger als erwartet und richteten - wenn überhaupt - nur geringe Schäden an.

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