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    Schlammvulkan in Asowischem Meer

    Schlammvulkane, auch Schlammdiapire genannt, sind morphologische Erhebungen, die oft die Form eines Vulkans aufweisen und an denen in mehr oder minder regelmäßigen Abständen wassergesättigter Schlamm austritt, oft zusammen mit Methan.

    Schlammvulkan in Asowischem Meer

    Die Entstehung von Schlammvulkanen geht in vielen Fällen auf so genannten „kalten Vulkanismus" zurück , indem aufgeschlämmtes tonreiches Sedimentgestein aufgrund seiner relativ geringen Dichte und der Quellfähigkeit der Tonminerale in der Erdkuste aufsteigt. Voraussetzung für diesen Vorgang ist meist eine schnelle Sedimentation von toniquen Ablagerungen in Verbindung mit unter Druck stehendem Wasser. Das Aufsteigen von mit Wasser übersättigtem Sediment ist oft an Schwächezonen in der Erdkruste gebunden, die in Gebieten tektonischer Kompression entstehen. Die gleichen Ablagerungsbedingungen, die die Entstehung von Schlammvulkanen begünstigen, führen auch zur Entstehung von Kohlenwasserstoffvorkommen, so dass diese häufig zusammen vorkommen. Anlass für den Ausbruch eines Schlammvulkans kann eine plötzliche Druckentlastung des wasserübersättigten Sediments durch ein Erdbeben sein, in manchen Fällen entstanden Schlammvulkane auch durch Bohrungen im Rahmen der Erkundung oder Förderung von Erdölvorkommen.

    Im Gegensatz zum kalten Vulkanismus steigt bei heißem Vulkanismus Gesteinschmelze aus dem Erdmantel auf. Oft verwechselt werden Schlammvulkane mit den Schlammtöpfen, die durch erhitztes Wasser in geothermal aktiven Gebieten angetrieben werden.

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