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    Neuer Staat in Afrika

    Mehr als zwei Millionen Menschen wurden getötet, 21 Jahre dauerte der Bürgerkrieg. Nun ist der Südsudan unabhängig, die Menschen verdrängen die Probleme und feiern.

    Neuer Staat in Afrika

    Der Südsudan ist unabhängig. Parlamentspräsident James Wanni Igga verlas die Erklärung in der Hauptstadt Juba. Zehntausende Menschen feierten die Loslösung des Südens vom Norden und die Gründung eines eigenen Staates in der Nacht.

    Tanzend ziehen die Menschen durch die Straßen der Hauptstadt Juba. Feuerwerksraketen steigen in den Himmel. Die Menschen schwenken Fahnen und fahren hupend mit ihren Autos durch die Stadt. In Sprechchören feiern sie die Befreiungsbewegung SPLM - sie hatte bis 2005 gegen den Norden gekämpft und dominiert nun die neue Regierung.

    Nach einem mehr als 20 Jahre währenden Bürgerkrieg hatte sich die Bevölkerung im Süden per Volksabstimmung für eine Loslösung vom Norden entschieden. Die Regierung in Khartum im Norden war die erste, die den neuen Staat anerkannt hat - schon Stunden bevor die Teilung des bis dahin größten Staates in Afrika offiziell vollzogen war.

    Doch der Frieden bleibt brüchig, ebenso der Wohlstand. Der erste Konflikt um das Öl aus dem Süden, der bislang auf Raffinerien und Pipelines des Nordens angewiesen ist, ist schon vorprogrammiert: Nach der Unabhängigkeit des Südsudans am Samstag will der neue Staat bei seinen Ölexporten möglicherweise den Norden über Kenia umgehen und sich einer ostafrikanischen Pipeline anschließen.

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