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    Unwetter über Japan

    Der mittlerweile zu einem Tiefdruckgebiet herabgestufte Taifun „Songda" hat großen Teilen Japans neben Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde auch sintflutartige Niederschläge gebracht.

    Unwetter über Japan

    Ersten Berichten zufolge starb bisher mindestens ein Mensch in Zusammenhang mit Songda, 61 weitere mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt werden. Betroffen von den schlimmsten Auswirkungen des Sturms waren vor allem die Inseln im Süden des Landes. Aufgrund des stark aufgeweichten Bodens besteht jedoch in vielen Regionen Japans erhebliche Erdrutschgefahr. Es ist zudem nach Angaben von Meteorologen möglich, dass das Unwetter nach Norden Richtung Fukushima weiterzieht. Das havarierte Kernkraftwerk dort ist aber für eine solche Naturkatastrophe nicht gesichert. So fehlt unter anderem eine Abdeckung bei den zerstörten Gebäuden und es könnte durch den Regen deshalb möglicherweise zur Freisetzung radioaktiver Partikel kommen. Am Wochenende hat es in der Atomanlage zudem einen neuen Zwischenfall gegeben: Das Kühlsystem im Reaktorblock 5 fiel längere Zeit aus. Daraufhin stiegen die Temperaturen in einem Abklingbecken für abgebrannte Kernbrennstäbe dramatisch an. Laut dem Betreiber Tepco ist der Schaden mittlerweile behoben und die Kühlung wieder gewährleistet. Darüberhinaus wurden vor der Küste der Präfektur Fukushima am Ozeanboden stark erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen. Ob auch die Meeresorganismen in großem Umfang verstrahlt sind, ist aber noch unklar.

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