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    L'Aquila, die Geisterstadt

    Vor zwei Jahren kam das Monster nach L'Aquila. So nennen die Einwohner das schwere Erdbeben, das in der Nacht auf den 6. April 2009 die Stadt in den Abruzzen erschütterte. Kein Haus blieb unbeschädigt, 308 Menschen starben. Die Normalität kehrt nur langsam nach L'Aquila zurück.

    L'Aquila, die Geisterstadt

    Es ist ein traumhafter Tag, strahlend blauer Himmel. Der Frühling ist auch in die Abruzzen gekommen. Die Menschen in Onna sitzen vor ihren Häuschen oder kümmern sich um den Garten wie Piero D'Onofrio. "Meine Tochter wohnt hier", sagt er, und fügt hinzu: "Ich würde auch sagen, dass die Wohnqualität hier in Onna besser ist, so wie alles gemacht wurde. Hier ist es ruhiger und intimer. Da wo ich lebe, wohnen 150 Personen in einem Haus."

    Wie die meisten Anwohner der Gegend hat auch D'Onofrio bei dem Beben vor zwei Jahren sein Haus verloren. Jetzt wohnt er - derzeit mietfrei, wie alle - in einem der neuen erdbebensicheren Mehrfamilienhäuser, die die italienische Regierung rund um L'Aquila bauen ließ. Der kleine Vorort Onna ist eine Ausnahme: Hier wurden auf einem Feld direkt neben dem alten schwer beschädigten Dorf kleine Fertighäuschen errichtet, mit viel Grün rundherum. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich um eine Feriensiedlung. Renzo Parisse bewohnt sein neues, komplett eingerichtetes Haus allein, anderthalb Zimmer mit Kochecke und Bad, Waschmaschine und Fernseher: "Ich bin einer der wenigen der nichts verändert hat", sagt er. "Das hier sind die Möbel, mit denen das eingerichtet wurde. Mir geht es hier gut und warm sind die Häuser im Winter auch."

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