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    Riesige Wolken über dem Reaktorblock

    Situation in Fukushima gerät außer Kontrolle. Radioaktive Wolke kann viele Ländern erreichen. 

    Riesige Wolken über dem Reaktorblock

    Die Situation im japanischen Kernkraftwerk (KKW) Fukushima 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio scheint immer weiter außer Kontrolle zu geraten. Wie Fernsehbilder zeigen, steigen seit einiger Zeit riesige Wolken über dem Reaktorblock 3 auf. Möglicherweise sind sie auf eine Beschädigung der inneren Schutzhülle der Anlage zurückzuführen. Keine guten Nachrichten gibt es auch von anderen Reaktoren in Fukushima 1. So hat es im Block 4 erneut gebrannt, ob das Feuer mittlerweile gelöscht ist, ist noch unklar. Und im Reaktor 1 sollen nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo Zweidrittel aller Brennstäbe beschädigt sein - was immer das auch heißen mag. Zwischenzeitlich wurden jedenfalls so hohe Strahlenwerte in der Region gemessen, dass auch noch die letzten 50 im KKW tätigen Arbeiter, die gegen eine Kernschmelze kämpfen, die Anlage verlassen sollten. Inzwischen ist die Radioaktivität dort jedoch wieder deutlich zurückgegangen. Experten sind aber weitgehend sicher, dass zumindest in einem der Reaktoren mittlerweile eine Teil-Kernschmelze stattgefunden hat. Schon gestern war die Lage im KKW Fukushima in ihrer Gefährlichkeit hochgestuft worden. Nach Aussagen des Präsidenten der Französischen Atomsicherheitsbehörde (ASN), André-Claude Lacoste, sei das Geschehen in Japan jetzt mit der zweithöchsten Stufe der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) zu bewerten. Mit Stufe 6 von sieben möglichen liegt Fukushima damit nur noch eine Stufe unter dem Reaktorunglück von Tschernobyl vor 25 Jahren. Aufgrund einer veränderten Wetterlage ist Tokio zurzeit immerhin nicht mehr direkt von einer möglichen radioaktiven Wolke bedroht. Der Wind hat in der Umgebung des Kernkraftwerks Fukushima von Nord wieder auf West zurückgedreht und leicht an Stärke zugenommen. Damit „werden radioaktive Partikel im Wesentlichen wieder auf den Ozean hinaus verfrachtet.

    Die Wolke kann sogar Russland, USA, Kanada, Alaska erreichen.

     

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