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    Klimaeinfluss des Flugverkehrs

    Alle reden vom Klima - alle wirken in unterschiedlichem Maß an der Änderung mit. Besonders wichtig ist die Zunahme des Treibhauseffekts durch den vermehrten Kohlenstoffdioxid-Ausstoß.

    Klimaeinfluss des Flugverkehrs

    Mit dem Anstieg der geflogenen Kilometer im Passagier- und im Frachtbereich steigen auch die Emissionen der Flugzeuge: Kohlendioxid, Stickoxide und weitere, die die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre verändern. Es steigen auch die Emissionen an Wasserdampf, Wärme und Aerosolen, die die Wolkenbedeckung beeinflussen.  Der Eintrag von Stickoxiden in die obere Troposphäre und die unteres Stratosphäre (d.h. in eine Region zwischen 9 und 12 km Höhe) führt zu weiteren chemischen Reaktionen. Dies hat zwei Konsequenzen: Das Treibhausgas Ozon steigt an und das Treibhausgas Methan sinkt. Die Emissionen an Wasserdampf und die freigesetzte Wärme bestimmen die Bildung von Kondensstreifen, die zunächst in Linienform auftreten und recht oft beobachtet werden. Der Winde können diese Kondensstreifen verzerren und zur Bildung von Zirruswolken führen, die in Erscheinung und Gestalt nicht mehr von natürlichen Zirruswolken zu unterscheiden sind, obwohl sie menschgemacht sind.

    Was aber wissen Klimawissenschaftler über den Klimaeinfluss des Luftverkehrs? Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre und in der Bewölkung verändern den Weg der Strahlung, die die Atmosphäre durchläuft. Diese ist ein Anzeiger und Maß für den Klimawandel, der als Strahlungsantrieb bezeichnet wird.

    Unter Nutzung dieses Maßstabes haben Klimawissenschaftler die klimatischen Auswirkungen des Luftverkehrs in drei Klassen von wissenschaftlichem Verständnis eingeteilt: Der Einfluss des Kohlendioxids ist sehr gut verstanden, da der Kraftstoffverbrauch und damit die CO2 Emissionen sehr gut dokumentiert sind. Ein akzeptables Verständnis der Vorgänge haben wir derzeit über Ozon, Methan und linienförmige Kondensstreifen. Diese Prozesse sind komplexer als der Kohlendioxid-Kreislauf, da atmosphärische Chemie und Wolkenphysik eine Rolle spielen. Dennoch, eine Menge an Beobachtungsdaten und Modellrechnungen führen zu ähnlichen Ergebnissen und geben Anlass zur Hoffnung, dass die Vorgänge in zufriedenstellender Weise verstanden sind. Der unsicherste Teil ist die Bedeutung der Änderung in der Bedeckung mit Zirruswolken, die aus linienförmigen Kondensstreifen oder Aerosolen hervorgehen.

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